Ein Umsonstladen für Dortmund

kaufnixSeit über einem Jahr stehen wir mit unserem „Gib und Nimm“-Tisch nun schon regelmäßig in der Dortmunder Innenstadt – und langsam etabliert sich die Idee. Die Menschen reagieren meist sehr positiv, bringen Sachen vorbei und freuen sich, wenn sie etwas Passendes für sich finden. Von Büchern über Kleidung bis hin zu Spielzeug und Schmuck – beim „Gib und Nimm“-Tisch findet alles einen Platz und schnell auch einen neuen Besitzer.

Genauso soll auch der zukünftige Umsonstladen in der Dortmunder Nordstadt funktionieren. Wir können dafür die Räumlichkeiten des alternativen Freiraums „Nordpol“ (Münsterstraße 99) nutzen. Vorläufig öffnet der Umsonstladen dort jeweils am letzten Dienstag des Monats, immer von 15 bis 18 Uhr.

Wir freuen uns natürlich sehr über jeden, der sich an der konkreten Gestaltung und Umsetzung des Umsonstladens beteiligen möchten. Dafür laden wir alle Interessierten zu einem Treffen am Dienstag, 4. März, um 18 Uhr in den Nordpol ein. Auch wer Einrichtungsgegenstände, zum Beispiel Regale oder Kleiderstangen, loswerden möchte, kann sich gerne melden – wir können sie gut gebrauchen! Die Eröffnung des Umsonstladens soll wenig später am Dienstag, 25. März, um 15 Uhr stattfinden.

Natürlich wird auch der „Gib und Nimm“-Tisch weiterhin an jedem dritten Samstag im Monat auf dem Katharinenplatz stehen, immer von 12 bis 15 Uhr. Die nächsten Termine: 15. Februar, 15. März, 19. April, 17. Mai, 21. Juni. Jeder kann sich gerne mit einem eigenen Tisch beteiligen.

Kontakt und weitere Infos zur Gruppe „Umsonstladen Dortmund“ gibt es unter: umsonstladen_do[at]riseup.net.

„Gib und Nimm“ – Was ist das?

Der „Gib und Nimm“-Stand ist nur ein Beispiel für die Möglichkeiten der so genannten „Solidarökonomie“. Darunter versteht man alternative Wirtschaftsformen, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen sowie an sozialen, demokratischen und ökologischen Prinzipien orientieren. Weitere Ansätze der Solidarökonomie sind zum Beispiel Umsonstläden oder Tauschringe.

Das Prinzip ist im Grunde immer gleich: Jeder kann nicht (mehr) benötigte Dinge abgeben und gleichzeitig Dinge mitnehmen, die er gebrauchen kann. Geben und Nehmen sind unabhängig voneinander. Geld spielt dabei keine Rolle. Solche Projekte wollen dem ausschließlich an Profit interessierten kapitalistischen Wirtschaftssystem und der außer Kontrolle geratenen Konsum- und Wegwerfgesellschaft eine Alternative entgegenstellen. Langfristig sollen der Materialismus überwunden und eine solidarische Gesellschaft gefördert werden.

Warum etwas ändern?

Unser Wirtschaftssystem beruht vor allem auf Konkurrenz und Ausbeutung. Nicht umsonst hungern heute mehr Menschen als je zuvor, während sich die Vermögen und Besitztümer in immer weniger Händen ansammeln. Auch in Deutschland sind immer mehr Menschen von Armut bedroht. Die ungleiche Verteilung der Einkommen steigt stetig.

Zudem steht unsere Wirtschaft unter einem ständigen Wachstumszwang, der in einer Welt mit endlichen Ressourcen zwangsläufig an Grenzen stößt. Darunter leidet vor allem das Ökosystem. Schon diese beiden Beispiele zeigen, wie absurd unser jetziges Wirtschaftssystem ist. Wir müssen uns also die Frage stellen, ob wir so weiter machen wollen.

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